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Donnerstag, 26. Februar 2009

Nur an der richtigen Stelle hilft ein Wiki

Auf der CeBIT stellt vikora gemeinsam mit EsPresto ein Juristen-Wiki mit prototypischen Inhalten vor

Wikis können Arbeitsprozesse erleichtern. Oft wird dieser Vorsatz jedoch etwas übertrieben und man plagt sich damit bereits bestehende Systeme oder Arbeitsprozesse komplett in ein Wiki zu übertragen.
Wenn ein Wiki z.B. im Controlling helfen soll, dann geht es jedoch nicht darum Excel-Tabellen in das Wiki zu übertragen. Die Arbeitserleichterung besteht eher darin entsprechende Vorlagen für Monatsabschlüsse im Wiki zur gemeinsamen Bearbeitung zur Verfügung zu stellen.
Vor der Einführung eines Wikis ist also zu prüfen, wo genau die Software helfen soll.

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Montag, 09. Februar 2009

TiddlyWiki - das Pocket-Wiki

Denkstrukturen sind meist hierarchisch. In einer Oberkategorie finden sich viele Unterkategorien und diese sind wieder in weitere Faktoren zerlegbar.

Wer in seine Dateiablage schaut, wird wohl auf eine ähnlich hierarchische Struktur stoßen.
Um an gewohnte Strukturen anzuknüpfen bietet XWiki Bereiche (Oberkategorien) unter die man einzelne Wiki-Seiten hängen kann.

Die ursprüngliche Idee eines Wikis ist jedoch anders: Als Anhaltspunkt und Orientierung dient nicht eine Hierarchie sondern die Suchfunktion. Egal wer wann einen Inhalt angelegt hat, über den entsprechenden Suchbegriff lässt er sich leicht ausfindig machen.

Anfangs kann das eine Umstellung sein. Hat man sich jedoch erstmal daran gewöhnt, erweist sich dieser Ansatz als sehr bequem und effizient, denn man muss nicht in einer Nutzergemeinschaft erst langwierig und kompliziert Ablagestrukturen vereinbaren und dann deren Einhaltung regelmäßig überprüfen.
Auf Einfachheit und Unkompliziertheit setzt auch TiddlyWiki.

Bei Wikipedia findet man folgende Beschreibung:

"TiddlyWiki ist eine JavaScript-Anwendung, die eine vollständige Wiki-Software innerhalb einer einzelnen HTML-Datei realisiert. Durch seine Kompaktheit [...] und der Nichtnotwendigkeit einer Serveranwendung eignet sich TiddlyWiki hervorragend für kleine, unabhängige Informationssammlungen, die auch auf externen Datenträgern mitgenommen und auf verschiedenen Browser- und Betriebssystemplattformen betrachtet und bearbeitet werden können."

Ein Wiki für die Hosentasche also.

Im Gegensatz zu anderen Anwendungen die von sich behaupten auch für nicht IT-affine Menschen einfach zu handhaben zu sein, ist TiddlyWiki wirklich simpel zu starten. Einfach Runterladen und Doppelklicken. Wer möchte sogar in der deutschen Version.
Auch in der 'Bedienung" ist TiddlyWiki denkbar einfach und umfasst dabei die wichtigsten Wiki-Funktionen wie Datenimport und -Export sowie eine Tagging-Möglichkeit, die v.a. das Wiederauffinden von Informationen sehr erleichtert.

Wer noch mehr Funktionen haben möchte, schaut sich einfach an, welche Plugins und Makros zur Verfügung stehen.
Für komplexere Vorhaben sind sicherlich andere Wikis mit elaboriertem Rechtemanagement und einem WYSIWYG-Editor besser geeignet - um sich aber mit dem Thema Wiki anzufreunden, bietet TiddlyWiki die ideale Wiki-Software.

Mittwoch, 04. Februar 2009

Aus Wiki mach Buch

Vielfältige Collaborations-Möglichkeiten im Web 2.0 machen das Buchschreiben für mehrere Autoren zunehmend einfacher. Google Docs eignet sich zum Beispiel gut dafür.
Noch besser schreibt es sich allerdings in einem Wiki.
Durch Kommentarfunktion, Versionierung und der einfachen Möglichkeit Inhalte gemeinsam zu erstellen, eignet sich ein Wiki im Grunde bestens ein Buch zu schreiben. Mit ein bisschen Geduld hätte man dies sicherlich schon lange über die gängige Seiten-Export-Funktion erreichen können.
Bequemer geht’s mit einer neuen Software namens PediaPress.

Anschauen und ausprobieren kann man das Bucherstellungstool online bei Wikipedia.
Dort ist in der linken Navigation fest eingebunden „Buch erstellen“. In wenigen Klicks kann man sich hier ab 7,99 Euro ein 'Book on demand' bestellen.
Noch genialer ist die Idee dass man sich aus jedem beliebigen Wiki (und sogar aus verschiedenen Wikis) ein Buch zusammenklicken kann.
"Jedes Wiki" ist jedoch etwas eingeschränkt, da PediaPress im Moment nur die Wiki-Software MediaWiki unterstützt.

Dennoch ein Traum für alle Doktoranden, vermute ich.

Montag, 02. Februar 2009

Das XWiki Forum Plugin

Für das XWiki können Anwendungen installiert werden. Die Anwendungen sind überwiegend Wiki Seiten, die mit Hilfe des Imports in einem XWiki installiert werden können.

Ausprobiert hab ich das Forum . Das Installieren, zum Beispiel in einem gehostetem XWiki, besteht aus mehreren Schritten. Nach dem Download wird das Forum über den Admin-Bereich des XWikis importiert. Danach gibt es zwei neue Spaces, einen für das Forum ('BulletinBoard') und einen weiteren für Macros und Forumlare ('BBCode').

Das Forum ist mehrsprachig. Die Seite mit den Übersetzungen muss registriert werden. Dies geschieht in dem Admin-Bereich des Wikis unter 'Programming'. Im letztem Formularfeld, die deutsche Übersetzung des Feldes ist 'Dokumentenpaket für die Internationalisierung', muss die Seite BBCode.Translations eingetragen werden.

Nun gibt es leider noch einen Fehler in dem Forum. Die Forumsbeiträge werden nicht angezeigt bzw. nicht gespeichert.

Mir ist aufgefallen, dass die Seiten für die Posts zwar das entsprechende Objekt BBCode.PostClass besitzen, das Objekt selber aber nicht die Eigenschaften haben, welcher durch die Klasse BBCode.PostClass definiert werden. So fehlen bei einem Post das Feld, welches den eigentlichen Inhalt des Forumsbeitrages beinhaltet.

Nun, Abhilfe schafft da ein einfaches 'touchen' der Klasse in dem man die Seite BBCode.PostClass mit dem Klasseneditor öffnet und ein weiteres Feld hinzufügt. Danach sollte das Forum funktionieren.

Weiter Fragen oder Anregungen, gerne hier im Forum

Bildelement im XWiki-Layout einbauen

Frauen mögen's ja gerne hübsch. Ich habe deswegen - zugegeben mit ein bisschen Nachhilfe - ein eigenes Panel für unser EsPresto XWiki gebastelt, das ermöglicht einfach Bilder in das Menü einzubauen.

Wie wird's gemacht?
Als Administrator des Wikis geht man oben rechts auf "Einstellungen Wiki" und landet auf einer Übersicht, aus der man sich den "Panel Wizard" auswählt.
Dort wählt man ganz unten rechts "Go to Panels home Page". Bei "Create new panel:" gibt man den gewünschten Namen des Panels in die Eingabezeile ein, z.B. Bildcontainer und klickt "Erstellen".
In das Contentfenster gibt man ein.
#panelheader('Gewünschte Überschrift des Panels - kann auch leer bleiben')
{image:Bildquelle.jpg|document=Panels.Bildcontainer}
#panelfooter()
Als Panel type bitte "view" und als category "other" wählen.
Unten rechts auf "Speichern & Ansehen" gehen.

Dann im unteren Auswahlmenü "Anhänge" wählen und das Bild, das angezeigt werden soll hochladen. Reload und wenn alles geklappt hat, müßte ein neues Panel mit Bild zu sehen sein.
Um dieses Bildpanel in das Layout einzubauen wieder oben rechts auf "Einstellungen Wiki" und dann wieder "Panel Wizard" auswählen. Hier in die Leiste "other" gehen. Dort ist das selbst erstellte Panel zu sehen. Per drag & drop mit der Maus auf die gewünschte Stelle im Layout ziehen und dann - ganz wichtig - unten auf der Seite "Save the new layout" klicken.
Maximale Breite des Bildes in unserem Standardlayout ist übrigens 193 Pixel groß.

Die Farbwelt im CSS ist übrigens ebenfalls im EsPresto XWiki händisch anpassbar. Das Design und Logo des Screenshots basieren auf einem Entwurf von Eva Lo.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Wikipedia (MediaWiki) launcht Handbuch

Über 10 Jahre sind seit dem Launch der ersten Wiki-Website vergangen. Punkto Benutzerfreundlichkeit hat sich einiges getan seitdem. So sind beispielsweise neben Versionierung, Kommentarfunktion und Seiten-Abonnement, WYSIWYG-Editoren Standard bei fast jeder Wiki-Software. Wenn man es gewöhnt ist mit Word oder anderen Office Programmen zu arbeiten, ist das Erstellen von Wiki Seiten somit wirklich spielend einfach.
Die Schwierigkeiten kommen erst wenn man eine Zeit lang mit einem Wiki gearbeitet hat. Wie strukturiert man Einträge? Wie setzt man Sprungmarken innerhalb eines Textes? Wie setzt man interne und externe Links? Wie benennt man Seiten um? Wie hängt man ganze Bereiche um? Wie legt man Benutzer an? Wie kommentiert man?
Mit einer aktiven Autorenschaft von rund 24.892 in Deutschland kann sich Wikipedia, die Online-Enzyklopädie, die auf der Wiki-Software MediaWiki basiert, eigentlich nicht beklagen. Dennoch wenn man bedenkt, dass rund 690.015 Nutzer registriert sind, kann man sich fragen, wieso sich so viele nur so wenig beteiligen. Benutzerführung könnte ein Grund sein.
Bislang musste sich jeder Wikipedia-Autor eigenständig durch die zur Verfügung stehenden Funktionen kämpfen. Abhilfe soll nun das neue, im Moment nur in Englisch verfügbare, Wikipedia-Benutzerhandbuch schaffen.
Die gängigen Funktionen sind vorstrukturiert und erklärt und wie bei Wikipedia selbst, steht es jedem MediaWiki erfahrenen Nutzer frei, das Benutzerhandbuch selbst zu erweitern.
MediaWiki ist eine freie Wiki-Software, die ursprünglich für Wikipedia entwickelt wurde wurde.
Mit dem großen Erfolg von Wikipedia zählt MediaWiki zu den bekanntesten Wiki-Grundlagen weltweit. Mit dem ausführlichen Online-Benutzerhandbuch hat die frei verfügbare Software nun wieder ein Alleinstellungsmerkmal mehr.

via

Montag, 26. Januar 2009

XWiki User Macros

User-Macros sind Codefragmente, die ein User im XWiki einmalig definieren und diese dann in beliebig viele Seiten nutzen kann. Das User-Macro selber wird in einer Wiki-Seite geschrieben und anschließend registriert. Leider schweigt sich die Dokumentation von XWiki darüber aus, wie Macros von einem User erstellt und registriert werden können.

Macro anlegen

Um ein Macros zu schreiben wird eine neue Seite angelegt. Das Macro in Velocity wird als Inhalt in die Seite geschrieben:


#macro(helloWorld,$param)
1 Hallo $param
#end

Bei dem Beispiel ist 'helloWorld' der Name des Macros und $param der Name eine Parameters, welchen man später bei der Nutzung des Macros übergeben kann. Weiteres zu der Erstellung von Macros in Velocity Syntax erfährt man hier

Um das Macro zu nutzen muß es noch registriert werden. Dies erfolgt über die Admin-Oberfläche des XWikis unter dem Bereich 'Programming'. Dort wird der Name der Seite (inklusive Spacename) unter den Forumlarfeld 'Velocity Macro Pages' eingetragen. In unserem Beispiel: 'XWiki.helloworld'.
Weiter unten, im Formularfeld 'Macro Mapping' wird der Name des Macros registriert und zwar in der Form:


macroname=language:macro[:content][:parameter1[,parameterN]]

Für unser Beispiel gilt:


hallo=velocity:helloWorld:name

Es können logische Namen für Macro und Parameter verwendet werden. Wichtig ist die Einhaltung der Reihenfolge der Parameter.

Genutzt werden kann unser Macro dann in beliebigen Seiten mit:


{hallo:Tim}

oder


{hallo:name=Tim}

Content Macros

Content-Macros sind mehrzeilige Macros. Ein Content-Macro kann Text oder wiederum andere Macros enthalten. Um unserem Beispielmacro Zugriff auf den Content zu gewähren erhält das Macro einen zusätzlichen Parameter '$content'


#macro(helloWorld,$param,$content)
1 Hallo $param
$content
#end

Das Mapping für das Macro muß dahin angepasst werden, dass der Content an das Macro weitergegeben wird also:


hallo=velocity:helloWorld:content:name

Wichtig, ein Content Macro Mapping hat vier ':'. Sonstige Parameter werden mit ',' getrennt.

Nun kann unser Macro wie folgt genutzt werden:


{hallo:name=Tim}
{rss:feed=http://www.espresto.org/blog/public/feed/entries/rss|count=10}
{hallo}

Jorge Cauz (Encyclopedia Britannica) beweist seltsamen Humor

Wie bereits berichtet, möchte die Encyclopedia Britannica sich als echte Konkurrenz zu Wikipedia etablieren und sich z.B. in den Google-Ergebnissen zu den entsprechenden Suchanfragen bestenfalls vor den Wikipedia-Ergebnissen, die in der Regel stets auf den ersten 5 Positionen zu finden sind, platzieren. Dass dies trotz aktueller Bemühungen (z.B. Launch eines Blogs, Wandlung der Online-Version in ein editierbares Wiki,...) nicht gelingt, weiß Jorge Cauz, Britannica-Präsident, seltsam zu interpretieren:

"If I were to be the CEO of Google or the founders of Google I would be very [displeased] that the best search engine in the world continues to provide as a first link, Wikipedia," he said."Is this the best they can do? Is this the best that [their] algorithm can do?"

Ein Grund warum Wikipedia so gut gerankt ist, besteht unter anderem darin, dass viele Websites zu einem bestimmten Stichwort auf Wikipedia rückverlinken. Wenn Britannica.com die Inhalte nur für zahlende Premium-Mitglieder frei gibt, wird das verständlicherweise keiner mit Verweis auf die Encyclopedia Britannica tun.

Wenn man mal Flash ausstellt, bevor man die Seiten der Britannica besucht, schwant einem, dass das nicht der einzige Grund für das schlechte Google-Ranking ist.

via

Streit der Lexika-Giganten Encyclopedia Britannica und Wikipedia geht in die zweite Runde

Die Encyclopedia Britannica hat lange Zeit für sich beansprucht gegenüber der Online-Enzyklopädie Wikipedia validiere und qualitativ hochwertigere Aussagen zu treffen, weil die Informationen ausschließlich von Autoren mit nachweisbaren wissenschaftlichen Qualifikation ausgewählt werden und eine Redaktion die einzelnen Beiträge vor Veröffentlichung freigeben muss.
2005 wurde vom renommierten Wissenschaftsmagazin Nature eine Studie durchgeführt, die genau diese Frage klären sollte: Ist eine redaktionell überwachte, von Fachmännern erstellte Enzyklopädie tatsächlich qualitativ hochwertiger als eine gemeinschaftlich erstellte Online- Enzyklopädie?
Die Untersuchung zeigte: In Bezug auf schwerwiegende Fehler wie z.B. die falsche Auslegung wichtiger Theorien stand Wikipedia der Britannica nicht nach: In beiden Enzyklopädien konnten jeweils acht solcher Fehler festgestellt werden. Bei kleineren sachlichen Fehlern, Auslassungen und missverständlichen Formulierungen schnitt die Britannica mit 123 Fehlern etwas besser ab als Wikipedia mit 162 Mängeln. Der Vorsprung der Britannica ist insgesamt marginal: Im Durchschnitt enthielt ein Britannica-Artikel 3 Fehler, ein Wikipedia-Artikel 4 Fehler.
Wie bei anderen Studien sind solche Durchschnittsaussagen vorsichtig zu werten. Die durchschnittliche Qualität der Artikel sagt nur wenig über die Qualität der einzelnen Artikel aus. Bei Wikipedia kann davon ausgegangen werden, dass die Qualität von Artikel zu Artikel wesentlich stärker schwankt als bei der Encyclopedia Britannica. Auch sind die Artikel in der Encyclopedia Britannica besser strukturiert und frei von formalen Fehlern. Dennoch in einer Sache ist Wikipedia nach wie vor nicht zu überbieten und dass wäre das Thema Aktualität.
Nicht verwunderlich also dass die Encyclopedia Britannica nun zum Wiki wird. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Nutzer der Online-Version|http://www.britannica.com/ eingeladen, bestehende Artikel gegebenenfalls zu erweitern und auch neue Artikel zu erstellen.
Theretisch eine gute Idee um z.B. das Google-Ranking zu verbessern und sich als echte Konkurrenz zu Wikipedia zu platzieren, wäre da nicht ein "kleiner" Haken: Um alle Artikel lesen und editieren zu können, verlangt die Encyclopedia Britannica eine Anmeldung zum kostenpflichtigen Premium-Content (51 € im Jahr). Alle Artikel sind zwar zunächst frei aufrufbar, jedoch erhält jeder Leser nach einigen Sekunden die Aufforderung zum Login. Ob das die aktive Teilnahme tatsächlich verbessert, ist sehr fraglich.
Ein Klick auf die Seite zeigt, dass man hier besser erstmal daran arbeitet, die Seite schneller, übersichtlicher und insgesamt attraktiver zu machen.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Wissen teilen macht nur mit Publikum Spass

Auf Slideshare findet man eine sehr schöne Präsentationsreihe zum Thema Wissensmanagement im Enterprise 2.0 von T-Systems.
Im ersten Teil wird beleuchtet was klassische Felder des Wissensmanagement sind und warum mit den herkömmlichen Methoden der aktive Austausch von Wissen nur so schlecht zu bewerkstelligen ist. Viel interessanter ist noch, dass ebenfalls darauf eingegangen wird, warum der bloße Einsatz von Tools wie Wiki, Blogs und Social Software ebenfalls keine nennenswerte Fortschritte bei der Weitergabe von Wissen bringt.
Die Motivation Wissen zu teilen kommt erst mit dem "geeigneten Publikum", so wird behauptet.
Der zweite Teil der Präsentation hält fest "Erst wenn Social Software als übergreifende Plattform verstanden und in der täglichen Arbeit eingesetzt wird, dann wird aus einer hierarchischen Sicht volle Transparenz über Themen, Experten und Netzwerke".
Diese Transparenz muss gewollt sein und ein Unternehmen muss sich darüber bewusst sein, dass der Einsatz dieser Web 2.0 Technologien im Unternehmen starken Einfluss auf die Unternehmenskultur haben wird. Der dritte und abschließende Teil der Präsentation wird in den kommenden Tagen hochgeladen und beschäftigt sich damit wie Enterprise 2.0 im Idealfall gestaltet wird.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Ted Nelson veröffentlicht Buch zur IT-Geschichte

Das erste Wiki namens WikiWikiWeb (heute bekannt als WardsWiki) wurde am 25. März 1995 von Ward Cunningham gelauncht. Die Wiki-Idee ist jedoch tatsächlich viel älter.
Schon in den 60er Jahren entwickelte der Visionär Ted Nelson die Grundideen zum Wiki-Prinzip.
Wenn man den Vortrag "Complex information processing: a file structure for the complex, the changing and the indeterminate", der 1965 von Ted Nelson gehalten wurde, liest, ist man erstaunt wie viele Ideen des mehrere Jahrzehnte alten Vortrags heute die Grundbausteine des Web 2.0 bilden.
Man bedenke, dass Ted Nelson seine Visionen sogar 4 Jahre vor Umsetzung des Arpanet – die Grundlage des heutigen Interenet – vorstellte.
Obwohl Ted Nelson Inspiration für ganze Generationen von Programmierern bot, hat er nie den gleichen Bekanntheitsgrad – geschweige denn die Millionen – wie besipielsweise Bill Gates oder Apple Mitbegründer Steve Wozniak erreicht.

Wenn man dann erfährt, dass Ted Nelson selbst das Internet und alle damit verbunden Web 2.0 Entwicklungen für eine „schwache Konstruktion“ hält, wird die Neugierde für sein gerade im Eigenverlag veröffentlichte Sicht zur Geschichte der IT "Geeks Bearing Gifts: How the Computer World Got This Way" höchstens noch gesteigert.

via

Montag, 19. Januar 2009

Mit Wikis Kultur bewahren

In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege wird an der Universität Augsburg ein Wiki entwickelt, dass sich ausschließlich mit bayerischen Brauchtum beschäftigt. Am 1. Mai 2009 soll es gelauncht werden.
Mit Hilfe des bewährten Web 2.0 Prinzips möchte man über die Möglichkeiten der gängigen Wissenschaftsmethoden hinaus gehen und Schritt für Schritt ein Lexikon für bayerische Bräuche aufbauen und damit gleichzeitig dem Thema neuen Glanz verleihen.
Die ersten beiden Jahren sollen die Inhalte noch redaktionell überwacht werden. Nach dieser Zeit zählt man darauf, dass die Mitwirkenden sich sinnvoll selbst regulieren.

Synaxon AG als Web 2.0 Unternehmen weit vorne

In einem schönen Brand eins-Artikel konnte man bereits über das erfolgreiche Synaxon-Wiki lesen.
Etwas später am, 15. Oktober 2007, wurde das Synaxon Blog eröffnet.
Zehn Autoren befüllen nun seit über einem Jahr das Blog. Im Eintrag zum Einjährigen ist zu lesen:

  • 429 Artikel in 28 Kategorien und 1,020 Tags, sowie 485 Kommentare
  • 46.697 Besuche, bei denen 77.927 Seitenzugriffe

Schön zu sehen, dass Transparenz und offene Firmenkultur nicht nur ein theoretisches Konstrukt sind!

Mit Wikis effizienter arbeiten

Als häufiges Argument für den Einsatz von Wikis in Unternehmen hört man, dass ein Wiki die Arbeitseffizienz erhöhen.
Im Onlinemagazin Monitor ist zu lesen, dass die Befragung von Dynamic Markets Limited von mehr als 2.500 Teilnehmern ergeben hat, dass 65 % der europäischen Arbeitnehmer, die im Arbeitsalltag soziale Netzwerke verwenden gleichzeitig überzeugt sind, dadurch effizienter zu arbeiten weil der Fluss an Informationen zu Erleichterungen führe.
Den größten Effekt vermerkt die Gruppe der 18-34jährigen, für die Social Networking zum Arbeitsalltag gehört.

Die komplette Studie ist auf den Seiten von at&t abrufbar.

Freitag, 16. Januar 2009

Intellipedia – Das Wiki der amerkanischen Geheimdienste

Ein häufiger Vorbehalt gegenüber Wikis lautet dass die Daten nicht sicher genug seien. Allein der Umstand, dass Amerikas oberste Geheimdienstbehörde DNI beim Thema schneller und effizienter Umgang mit Informationen auf Wikis (konkret: Intellipedia] setzt, dürfte Bedenkenträgern ein Gegenargument sein.
Im Newsticker Heise zitiert man Calvin Andrus vom Center for Mission Innovation der CIA, der darauf hinweist, dass soziale Netzwerke wie Wikipedia mittlerweile schneller als Geheimdienste Informationen sammeln und aufbereiten können.