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7. Stuttgarter Wissensmanagement-Tage 2011 – EsPresto war dabei!
Am 16. und 17. November fanden nun wieder die "Wissensmanagement-Tage" in der Stuttgarter Liederhalle statt. Wir waren mit einem Stand in der begleitenden Fachausstellung und einschlägigen Best Practice-Vorträgen dabei, zusammen mit unserem Kunden - den Berliner Stadtreinigungsbetrieben!

Die WiMa-Tage haben sich längst zu einem Fachkongress mit Eventcharakter in der Wissensmanagement-Branche etabliert
Bereits in den letzten Jahren gab es einen großen Zuspruch an dem Event. So auch dieses Jahr. Rund 250 Teilnehmer fanden sich zusammen und tauschten sich intensiv über ihre Erfahrungen zu IT-Lösungen und Wissensmanagement aus. Die hohe Besucherqualität schaffte eine angenehme Atmosphäre zum Plauschen, da das Interesse und das fachliche Wissen der Teilnehmer sehr ausgeprägt war. Die WiMa-Tage richten sich jedes Jahr an Wissensmanager und Fach- sowie Führungskräfte, die sich explizit mit der Schaffung, Organisation und Nutzung von unternehmensrelevantem Wissen beschäftigen.
Auf der Fachausstellung, wo wir mit über 30 Ausstellern vertreten waren, konnten Besucher bei uns einen Einblick in die Wiki-Lösungen "Confluence" und "XWiki" oder in die Projektmanagement-Software "JIRA" bekommen oder sich einfach mit uns austauschen.

Knackiges Programm an beiden Kongresstagen
In Plenums-, Fachforumsvorträgen und Praxisworkshops, die an den beiden Kongresstagen jeweils über den ganzen Tag verteilt stattfanden, gaben Experten ihre Erfahrungswerte weiter. Die Themenfelder beschäftigten sich mit der Trendentwicklung des Wissensmanagements: Wo geht die Entwicklung des Wissensmanagements hin? Was sind die Schwerpunkte? Was sind die Hürden in der Praxis? Und wie kann Wissen im Unternehmen gewinnbringend gebündelt und verwaltet werden? Social Media, Suchalgorithmen und Kommunikationsformen wie Unternehmens-Wikis, Microblogging, Instant Messaging & Co. waren nur einige von vielen Themenfeldern.
Neben Unternehmen wie T-Systems, IBM und der Commerzbank gab auch die EsPresto AG mit der BSR ihre Best Practice-Erfahrungen zum Besten. Unser Kunde präsentierte in dem Zusammenhang, wie eine Wiki-Einführung im Unternehmen gelingen kann und welcher Schritte es bedarf, das Wiki-Konzept schlussendlich in der Unternehmenskultur fest zu verankern.
Im Gespräch waren unter anderem aber auch Redner wie Christian Kind (Pumacy Technologies AG), Stefan Voigt (Fraunhofer IFF), Alexander Koppe und Ulrich Schmidt (EnBW AG), Klaus Rippert (Attensity Europe GmbH) und Mate Ezgeta (United Planet GmbH).

Nur was ist nun ein mögliches Fazit?
Es gibt gute Ansätze. Laut den Experten wird das persönliche Wissensmanagement zukünftig an Bedeutung gewinnen - der einzelne Wissensmanagener, der sich intensiver seinen Kompetenzen widmen wird. Nach wie vor steht die Verankerung von "Offenheit" in der Unternehmensphilosophie selbst ganz weit oben auf dem Plan für ein Erfolgsrezept von gewinnbringendem Wissensmanagement im Unternehmen. Nur wenn die Kommunikation im Unternehmen auch "vorgelebt" und "gelebt" wird, kann "Enterprise 2.0" sich etablieren. Management und Unternehmenskultur sind hier gefragt. Auch ein vereinfachter Zugriff via einer intuitiven Bedienbarkeit auf Informationen muss gewährleistet werden.
Laut Gabriele Vollmar, Präsidentin der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. (GfWM), wird sich "Wissensmanagement" als Disziplin selbst verabschieden, da die „Unternehmensführung wissensorientiert wird und Organisationsstrukturen wissensfördernd sein werden. Wissensmanagement wird diffundiert sein … weil der Unternehmer selbst Wissensmanager sein wird … Die Organisation wird ein Wissensunternehmen … und Wissensmanagement wird eine Selbstverständlichkeit.“ Lassen wir uns überraschen.
Wer sich für Wissensmanagement interessiert, sollte unbedingt in der XING-Gruppe des Magazins "wissensmanagement" reinschauen. Hier findet man Fachartikel, News, Studien, Praxisberichte, Termine und Links rund ums Thema Wissensmanagement.
13:04 25.11.2011 | Permalink | kumpf | Allgemeines | Kommentare[0] | Tags: impressionen wissensmanagement wima-tage 2011 kongress
Die goldene Regel im SEO lautet eigentlich: Optimieren Sie ihre Website für Menschen nicht für Suchmaschinen.
Es geht also um Inhalte. Inhalte, die Google einliest und auf die Besucher stoßen, wenn sie bestimmte Wortkombinationen (Keywords) eingeben. Diese Keywords sind in der Vergangenheit übertragen worden und konnten in der Statistik, sofern man Google Analytics oder ein anderes Webstatistiktool benutzt hat, ausgewertet werden.
Seit Mitte des Monats werden diese Keywords nicht mehr übertragen, wenn ein Besucher unter Google (also z.B. Mail, Google+, RSS-Reader,...) eingeloggt ist und sich somit über eine https-Verbindung im Internet bewegt. Der GoogleWatchBlog befürchtet somit schon den Tod des SEOs. Google schaltet sein Keywordtracking für Analytics Nutzer also ab – zumindest für google.com. (Die DE-Domain ist zunächst noch nicht betroffen) Es wird geschätzt, dass dies ungefähr 10% des Traffics ausmacht. Alle anderen Suchanfragen werden unverändert erfasst.
Die Informationen aufgrund derer Anbieter von Websites zukünftig schließen können, welche Inhalte besonders gefragt sind, reduzieren sich somit nicht unerheblich. Für den User selbst bedeutet das natürlich mehr Sicherheit, denn je mehr Daten erhoben werden, desto mehr Informationen werden von dem einzelnen User Preis gegeben. Nicht unbedingt wünschenswert.
Sehr freundlich von Google – mag man auf den ersten Blick denken.
Konsequent filtert Google in Zukunft aber nicht. Bei Google Adwords macht Google eine Ausnahme. Hier werden weiterhin zu statistischen Auswertung die Keywords erfasst – egal ob ein User eingeloggt ist oder nicht. Bei den eigenen Geldeinnahmequellen hört die Sensibilität für Datenschutz offensichtlich auf.
Es bleibt außerdem abzuwarten, ob Google wirklich sensibel geworden ist oder ob dies nur eine Vorbereitung ist, einen Teil der Analytics Dienste kostenpflichtig zu machen, so wie Google dies für die Google Maps API-Dienste für Unternehmen bereits getan hat. Dann würde Google an zwei verschiedenen Stellen zur Kasse bitten: Einmal die User, die unverändert umfassend persönliche Daten zur Verfügung stellen und auf der anderen Seite die Unternehmen, die Geld dafür bezahlen müssen, um diese Daten auch zukünftig zu erhalten.
10:02 03.11.2011 | Permalink | Patricia Cammarata | Allgemeines | Kommentare[0] | Tags: statistik keywords auswertung adwords google cammarata
Was hat ein FBI-Agent mit der EsPresto AG zu tun?
Ich habe vor kurzem ein Buch gelesen "Menschen Lesen", von Joe Navarro einem FBI-Agenten.
Er erzählt in seinem Buch hauptsächlich über Körpersprache, was der Firma vielleicht weniger hilft, doch er behandelt auch zwei ganz wesentliche Punkte, die Gestaltung der Web-Seite und die Einrichtung, oder das Äußere des
Gebäudes (Firma).
Interessant finde ich seine Sichtweise, mit der er an das Ganze herangeht. Wenn beispielsweise einem Chinesen Hühnerfüße munden, so kann es ein Deutscher ganz grausig finden.
Und um das Ganze Mal auf das Buch zu beziehen, wäre mir auf einer Web-Seite beispielsweise die komische Schriftart aufgefallen und dem Agenten die lange Ladezeit, denn Geschäftsleute brauchen Informationen schnell, nicht niedlich verpackt.
Hier zitiere ich mal seine sechs Punkte, die Grundregeln für die nonverbale Gestaltung von Web-Seiten und greife zwei Beispiele heraus, um zu zeigen, dass die Tipps bereits für die EsPresto-Web-Seite umgesetzt sind.
- Sie muss optisch ansprechend wirken: Die Farben sollten nicht zu grell sein; vermeiden Sie zu viel Bewegung, das lenkt nur unnötig ab; alles sollte intuitiv und leicht erkennbar sein.
(Wir, die EsPresto AG setzten auf dezente Grautöne)




- Halten sie die Auswahlmöglichkeiten überschaubar. Die meisten Menschen ziehen es vor, aus vier oder fünf Menüpunkten pro Seite zu wählen, die dann auf weitere Unterseiten führen, als von vornherein mit einer Seite konfrontiert zu werden, die eine schwindelerregende Fülle von Optionen bietet; das überfordert sie.
- Jede neue Auswahl sollte das Interesse des Besuchers weiter steigern, indem das Angebot immer stärker auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten wird (kategorisieren Sie Informationen).
- Belohnen Sie die Besucher optisch, je konkreter ihre Suche wird (ein Klick auf den Menüpunkt Kajak beispielsweise führt zu einer Seite, auf der ein Kajak im Hintergrund abgebildet ist. Ein Klick auf Wanderkajak führt zu Bildern von Menschen , die mit ihren Booten eine Tour unternehmen). Bilder reichern schriftliche Informationen mit Emotionen an. Vergessen Sie nicht, dass der visuelle Kortex einen Großteil unseres Gehirns ausmacht. Halten Sie ihn beschäftigt.
- Schnell und übersichtlich statt langsam und unübersichtlich. Es ist besser, nur eine einzelne Webseite anzubieten, die sich schnell
öffnet, als eine komplexe Seite zu gestalten, die nur langsam lädt. Sie sind vielleicht ein Meister Ihres Fachs, aber die Besucher
Ihrer Seite werden das niemals erfahren, wenn sie sich nicht zügig öffnet.
- Fordern Sie ihre Besucher auf, aktiv zu werden, etwa durch die Anmeldung für einen Newsletter, die Kontaktaufnahme mit einem Support-Center oder die Möglichkeit, Artikel mit nur einem Mausklick zu erwerben.
(Das tut die EsPresto AG auch, durch die Punkte Kontakt fordern wir Besucher auf mit uns in Kontakt zu treten oder Sie werden aktiv im Abschnitt Demo)

Sie können die anderen Punkte ebenfalls mit der EsPresto Web-Seite vergleichen.
Ich bin fest überzeugt, das vieles aus dem Buch der Firma helfen kann, wenn es auch nur Details sind.
11:00 02.11.2011 | Permalink | Josef | Allgemeines | Kommentare[0] | Tags: espresto firma menschen fbi joe einrichtung navarro körpersprache buch web-seite ag interessant nonverbal agent lesen gestaltung
Wenn Programmiersprachen Schiffe wären …
Java wäre ein Containerschiff. Sehr wuchtig. Sehr unternehmer-isch. Kann grosse Mengen Fracht tragen. Trägt jedes Projekt. Macht nicht besonders viel Spass es zu fahren.
Perl ist ein Schlepper. Stark genug um Java mit 80 Zeichen (oder weniger) rum zu ziehen.
Ruby ist schwierig zu beschreiben. Es ist geschmeidig, sexy und es macht Spass es zu fahren. hier ein Foto. Auch sehr trendig.
PHP ist ein Bambusfloss. Eine Reihe von Hacks hält es mit ein paar Schnüren zusammen. Schwimmt trotz allem.
C ist ein nuklear angetriebenes U-Boot. Die Gebrauchsanleitung ist wahrscheinlich in irgendeiner Fremdsprache verfasst, dafür ist aber jede erdenkliche Hardware performance-optimiert.
HTML ist eigentlich gar keine Programmiersprache Schiff.
(Von hier geklaut, bzw. von dort übersetzt (/via))
15:48 15.06.2011 | Permalink | Felix Schwenzel | Allgemeines | Kommentare[1] | Tags: programmiersprachen c perl java php schwenzel ruby
16:15 18.04.2011 | Permalink | kumpf | Allgemeines | Kommentare[0] | Tags: bloggergurus rp11 republica schwenzel
Felix Schwenzel wieder mittendrin statt nur dabei: re:publica 2011
Heute startet die 5. re:publica - die längst im Mainstream angekommene Konferenz über Blogs, soziale Medien und digitale Gesellschaft. Es ist eine der wichtigsten europäischen Konferenzen, die Größte ihrer Art in Deutschland - gewissermaßen das Klassentreffen der deutschen Internet-Szene - und findet bis 15. April im Herzen Berlins in den Locations FriedrichstadtPalast, der Kalkscheune und dem Quatsch Comedy Club statt.
Mit mehr als 260 Rednern in 163 Sessions wird über digitale Kultur, den Umgang mit dem Internet diskutiert und darüber, wie das Internet die Gesellschaft verändert. Das Themenspektrum - gezeichnet von einer ausgeprägten Vielfalt - reicht von Medien, Kunst, Kultur über Politik und Technik bis hin zu Entertainment.
Auch unser Kollege und Bloggerfreund Felix Schwenzel ist wieder mit von der Partie neben vielen namhaften Sprechern wie Mitchell Baker, Daniel Domscheit-Berg, Jakob Augstein, Sascha Lobo, Nilz Bokelberg, Don Dahlmann, Konstantin Neven DuMont, Alvar Freude, Anke Gröner und Richard Gutjahr (die Liste ist lang ...). Diesmal wird er über 10 Jahre Bloggeschichte in Deutschland & die Zukunft des Internets, der Welt und des ganzen Rests reden.
Das Publikum ist bunt - von Publizisten und Publizistinnen über Entwickler(innen), Manager(innen), Lehrkräfte, Wissenschaftler(innen) zu Schülern, Studis und Kulturbegeisterten - so wie sich die re:publica selbst versteht - als eine politische, kulturelle und sehr junge Veranstaltung, die mit einer einzigartigen, lockeren Atmosphäre daherkommt.
Wen's interessiert - hier gibts mehr Infos. Und wer nicht dabei sein kann - nen Live-Videostream gibts auch.
11:03 13.04.2011 | Permalink | kumpf | Allgemeines | Kommentare[0] | Tags: schwenzel republica bloggergurus rp11
Meine alte These ist ja, dass Websites Nutzer und Nutz-orientiert zu bauen, die beste Suchmaschinenoptimierung ist. Mit anderen Worten, wenn eine Website es schafft Benutzer anzuziehen, weil sie interessant und nützlich ist oder Informationen aggregiert und kuratiert die man vielleicht auch anderswo findet, aber eben nicht so zielgruppenorientiert oder kompetent und konzentriert wie Anderswo — dann ist diese Website mit ziemlicher hoher Wahrscheinlichkeit auch für Suchmaschinen interessant. Zumindest wenn man die Website technisch einwandfrei gestaltet hat und beispielsweise auf Flash-only Gestaltung verzichtet und für eine gute Zugänglichkeit sorgt.
So schreibt Eric Horster im Usability Blog:
Unternehmen können also nicht mehr darauf bauen, dass sie durch hohe Investitionen im SEO Einfluss auf ihr Suchmaschinenranking nehmen können. Vielmehr muss es ihnen gelingen, direkt in Kontakt mit ihren Kunden zu treten, um die Marke dort präsent zu machen. Unternehmen brauchen Themen, über die sie sich am Markt positionieren können, damit man mit und über sie diskutieren kann.
Mit anderen Worten: Interessanz ist Suchmaschinenoptimierung. Je besser die Website, oder genauer, die Themen, die Inhalte der Website für die Benutzer ist, desto mehr reden die Benutzer darüber — und das messen Suchmaschinen (also Google). Eigentlich funktioniert Google im Prinzip ja immer schon in dieser Weise. Nur durch „Social Media“, also die Ausdrucksmöglichkeiten die jeder einzelne mit ein paar Klicks im Internet zur Verfügung hat, verschärft sich dieses Prinzip. So wird aus Interessanz nicht nur Suchmaschinenoptimierung, sondern gleichzeit auch Relevanz.
Und: durch Social Media wächst die Anzahl der Kanäle auf denen man präsent sein sollte. Auch hier greift wieder das Thema Zugänglichkeit, nur dass es mittlerweile nicht mehr ausreicht die eigene Website (technisch) optimal zu gestalten (und zugänglich zu machen), sondern dass man eben auch auf Drittseiten präsent sein sollte.
Es lohnt sich auf jeden Fall diesen Artikel von Sven Dietrich zu lesen, der das Thema noch von weiteren Seite ausleuchtet und über den ich auch auf den Eintrag im Usability Blog gestossen bin. Zwei klare Leseempfehlungen.
21:51 30.03.2011 | Permalink | Felix Schwenzel | Allgemeines | Kommentare[2] | Tags: suchmaschinen search twitter social schwenzel seo facebook google
OpenPGP Signatur als Anhang statt inline in Thunderbird
PGP/MIME ermöglicht Verschlüsselung und Signatur für E-Mails mittels GnuPG.
Das ältere Inline-PGP sieht in manchen Browsern furchtbar [1] aus.Der Menüeintrag "Verwende PGP/MIME" scheint entfernt worden zu sein. Möglicherweise weil PGP/MIME inzwischen Vorgabe ist. Um zu PGP/MIME zu wechseln, muss der Weg in die Gewährleistungsfreie Zone gewagt werden.
Menü:Bearbeiten → Einstellungen → Erweitert → Allgemein → Konfiguration bearbeiten →
Filtern nach "pgpmimemode":
Dort "true" wählen. Die Änderung sollte sofort aktiv sein.
- [1] schwer lesbar
14:15 16.03.2011 | Permalink | Frank Schubert | Allgemeines | Kommentare[0] | Tags: mime e-mail thunderbird gpg inline pgp mozilla attachment openpgp mail anhang
Vor ein paar Tagen habe ich im Rahmen des Xinnovation E-Marketing-Forums einen kurzen Vortrag gehalten. Thema war „Was Miele-Waschmaschinen und HTML miteinander zu tun haben“. Die Hauptthese des Vortrags, die man aus dem Titel selbst mit Mühe nicht herauslesen kann, ist: Die Zukunft des Webs ist HTML (und nicht Apps oder Flash). Die zweite These die das ganze leider etwas weniger stringent macht lautet: HTML ist in Zeiten sich immer stärker ausprägender und diversifizierenden Plattformen auch immer noch furchtbar kompliziert.
Sehr inspirierend und empfehlenswert bei der Vorbereitung meines Vortrags war diese Präsentation von Bryan Rieger. Einige seiner Slides habe ich auch in meine Präsentation übernommen. Riegers These lautet stark gekürzt: Mobiles Internet wird immer wichtiger und es beschränkt sich nicht auf iPhones oder anderes teure Smartfones, sondern es werden auch de-facto extrem viele ältere Handys für das mobile Internet genutzt. Weil die Browser auf vielen dieser älteren Handys keine modernen Segnungen wie Media-Querys verstehen, stellt er mein lieblings-Paradigma „degrade with grace“ in Frage und propagiert „progressive enhancement“. Wer jetzt nur Bahnhof versteht, sollte sich die Präsentation einfach mal ansehen.
Was mich sehr freut und meine erste These mehr und mehr bestätigt, sind die kleinen Fortschritte weg von Flash und Apps die mir in letzter Zeit untergekommen sind. So erzählte Rodja Trappe von Hoccer, dass Hoccer nicht nur an nativen Datentausch-Applikationen arbeite, sondern auch an einem HTML5 Interface. Ebenso hat Xing in den letzten Tagen eine HTML5-Applikation vorgestellt, die das Verbinden von XING-Mitgliedern erlaubt, wenn sie sich in der Nähe befinden (Pressemitteilung dazu).
Anbei die Folien meiner Präsentation: Was-Miele-Waschmaschinen-und-HTML-miteinander-zu-tun-haben-100913.pdf
13:51 24.09.2010 | Permalink | Felix Schwenzel | Allgemeines | Kommentare[0] | Tags: schwenzel html xinnovation
Interessanter Artikel von Bob Cringley über die inneren Mechanismen bei Google. Laut Cringley, der seine Informationen von Ex-Google Mitarbeitern hat, basieren fast alle Entscheidungs-Prozesse bei Google auf „Peer Reviews“. Google könnte man also als so eine art Expertokratie bezeichnen. Große Teile der bekannten 20 % selbstbestimmter Zeit der Google-Mitarbeiter gehen übrigens für diese Peer Reviews und ähnliche organisatorische Arbeiten drauf.
Ausserdem können sich die Entwickler bei Google selbst entscheiden an welchen Projekten sie gerne mitarbeiten möchten. Projekte für die sich niemand interessiert bleiben liegen. Faszinierend:
There is no marketing input.Sehr lesenswert, via Marcel Weiss.Effectively, there is no marketing.
[Warum fällt mir gerade jetzt ein, dass ich unbedingt mal „Die Physiker“ lesen möchte?]
15:42 17.09.2009 | Permalink | Felix Schwenzel | Allgemeines | Kommentare[0] | Tags: peerreview schwenzel google
Vergessen Sie Suchmaschinenoptimierung — Optimieren Sie Ihre Website
Haben sie schonmal nach dem Wort „Suchmaschinenoptimierung“ (oder SEO) gesucht?
Das Ergebnis ist erstaunlich: nicht Suchmaschinenoptimierer, deren Hauptqualifikation darin liegt bei Google bei bestimmten Suchbegriffen ganz vorne zu liegen, steht an erster Stelle, sondern ein Artikel in der Wikipedia.
Das ist ein Hinweis darauf, dass meine These, die die Überschrift bereits andeutet, richtig sein könnte. Die These lautet:
Google Gute Suchmaschinen versuchen für den Benutzer relevante und interessante Ergebnisse zuerst anzuzeigen und nicht optimierte Webseiten.
SEO vs. Suchmaschinen
Es gibt seit 1996, seitdem die ersten Suchmaschinen aufkamen, einen Wettbewerb zwischen der Suchmaschinenbetreibern und der Suchmaschinenoptimierern. Die Suchmaschinen kämpfen seitdem um das Vertrauen der Benutzer die besten, relevantesten Suchergebnisse anzuzeigen und die Suchmaschinenoptimierer kämpften darum, ihre Seiten möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu platzieren.
Eigentlich ein legitimer Wettbewerb, doch leider — und hier fängt das Problem an — ist Relevanz Ansichtssache. Webseitenbetreiber finden ihre eigene Webseite maximal relevant. Die Internetbenutzer sehen das anders.
Wir sind auch alle Suchmaschinenbenutzer, deshalb sind uns aus der Benutzerperspektive diese Forderungen selbstverständlich. Wir möchten nicht auf eine Webseite geleitet werden, die schlecht bedienbar ist, die uns nicht das bietet was wir suchen, die technische Anforderungen an unsere technische Ausstattung stellt, die wir nicht erfüllen können.
Googles Erfolg basiert darauf, dass Google unsere Vorlieben und unsere Bedürfnisse zu kennen scheint. Suchmaschinen waren nicht immer so.
1996: Altavista
1996 kam eine der ersten Suchmaschinen auf den Markt: Altavista. Altavista wurde damals sofort ein Erfolg. Es erfasste grosse Teile des damals bekannten Internet und lieferte schnelle und relevante Ergebnisse. Altavista hatte jedoch ein paar Schwächen, die von Suchmaschinenoptimierern schnell ausgenutzt wurden und die Suchergebnisse verfälschte.
So verliess sich Altavista auf das „Meta-Keyword“-Kennzeichen im HTML-Quellcode und die Häufigkeit von Keywords in den Webseiten-Texten. Das führte dazu, dass Webseitenbetreiber ihre Seiten mit den Stichworten zustopften, mit denen sie gefunden werden wollten. Ausserdem verkaufte Altavista Suchergebnisse, so dass nicht unbedingt die relevantesten Ergebnisse oben auftauchten, sondern, die für die am besten bezahlt wurde. Altavista verlor Vertrauen der Benutzer und hatte Probleme mit der Relevanz der Suchergebnisse.
1999: Google
Als 1999 Google auf den Markt kam, wurde es aus zwei Gründen schnell zum Marktführer:
- Der Pagerank, eine Zauberformel die relevante Ergebnisse zuerst anzeigte
- Die Neutralität der Suchergebnisse, denn Google verkaufte keine Suchergebnisse (Adwords wurde erst im Oktober 2000, Adsense im Juni 2003 eingeführt)
- Die Größe des Index und die Schnelligkeit der Antworten
Google ist bis heute Marktführer, da Google die drei oben genannten Punkte kontinuierlich verbessert.
Das wichtigste Kapital von Google ist das Vertrauen der Benutzer in die Qualität der Suchergebnisse. Folglich ist die Erhaltung der Qualität der Suchergebnisse ist auch der Grund, warum Google allergisch auf Manipulation reagiert.
Google-Regel Nummer eins
Was dem Benutzer gefällt, landet weiter oben.
Das heisst, wenn eine Website interessante Inhalte bietet, gut zugänglich und benutzerfreundlich ist, ist sie bereits zu 50% suchmaschinenoptimiert.
Google-Regel Nummer zwei
Wer oben landen will, kann Werbung kaufen.
Wer kurzfristig (oder langfristig) die Aufmerksamkeit auf seine Seite lenken will, kauft Werbung. Die Aufmerksamkeit kann man nutzen, um die Besucher zu beobachten und die Webseite weiter optimieren,
Google-Regel Nummer drei
Wer manipuliert, wird abgestraft
Manipulationen und Suchmaschinen-Optimierungstricks helfen ihnen kurzfristig vielleicht nach oben zu kommen, langfristig ist es jedoch kontraproduktiv.
Google optimiert sich also ständig weiter um den menschlichen Vorlieben entgegen zu kommen.
Attraktivierung und Optimierung
Bleiben zwei Fragen:
- Wie gestalte ich eine Website, dass sie für Benutzer attraktiv wird?
- Welche technischen Maßnahmen kann ich flankierend einsetzen?
Die technischen Maßnahmen habe ich am Ende als Checkliste zusammengestellt und für die konzeptionelle und inhaltliche Gestaltung einer optimierten Website möchte ich eine Analogie hinzuziehen: Ikea
Ikea erfüllt die wichtigsten Anforderungen, die man auch an Webseiten stellen kann:
- Zugänglichkeit (accessessibility)
- Benutzerfreundlichkeit (usability)
- Attraktive Inhalte (interestingness)
Zugänglichkeit
Ikea ist mit dem Auto (fast) immer gut zu erreichen. Selbst die Bushaltestellen zeigen den Weg zu Ikea.
Für eine gute Website gilt das gleiche. Sie sollte mit allen Browsern und Geräten gut erreichbar sein und funktionieren, mit gängigen Browsern, ebenso wie mit mobilen Geräten.
Benutzerfreundlichkeit
Alle Ikeas sind weltweit gleich oder ähnlich aufgebaut. Die Kunden finden sich auf Anhieb zurecht, die Struktur, der Aufbau des Ladens ist leicht verständlich, es gibt gute Leitsysteme und für Leute die sich auskennen auch Abkürzungen.
Für Webseiten bedeutet das, dass sie den Gewohnheiten der Benutzer entgegenkommen sollten und leicht verständlich und bedienungsfreundlich sein sollten:
- Keine experimentellen Navigationssysteme, an etablierte Webstandards halten
- Klare Struktur, auf bewährte Bedienungskonzepte vertrauen. Je vertrauter die Bedienung ist, desto wohler fühlt sich der Benutzer
- Der Besucher möchte geführt werden, alle Vorgänge sollte möglichst selbsterklärend sein. Wiederkehrende Benutzer können Abkürzungen nehmen und zum Beispiel auf zuvor gespeicherte Eingaben zurückgreifen
- Eine übersichtliche Sitemap sollte nicht fehlen, weder für die Besucher, noch für die Suchmaschinen.
Attraktive Inhalte
Ikea bietet attraktive Produkte zu moderaten Preisen. Einkauf und Bezahlung, aber auch Serviceleistungen wie Rückgaben oder Lieferung sind unkompliziert und transparent. Ikea tut alles, damit ein Besuch bei Ikea so angenehm wie möglich ist, bietet einiges kostenlos an und schneidet alle Dienstleistungen auf die Zielgruppe zu (Kinderstühle, Babyessen, kostenlose „Refills“).
Eine Webseite die attraktive Inhalte bietet wird viel besucht und verlinkt. Günstige Angebote, nützliche Dienste, interessante Texte oder Bilder laden zum Besuch und zur Weiterempfehlung ein. Ein begleitendes Webblog, das die Inhalte erklärt oder thematisch relevante Neuigkeiten aufbereitet, kann die Glaubwürdigkeit unterstützen und Besucherströme auf die eigentliche Website lenken. Kostenlose Angebote könnten regelmässig Besucher anziehen oder Kompetenz demonstrieren.
Beispiele für attraktive Inhalte
- Ikea Küchenplaner
- Brutto-Netto Rechner
- Boch Wasserwaage (Ein gutes Beispiel wie man es gut machen kann, nämlich einen attraktiven Inhalt zu bieten, der hundertfach Backlinks einbringt, dann aber auch ein negativ-Beispiel: die alte Downloadadresse funktioniert nicht mehr und der Rechner selbst funktioniert auf neuen Apple-Rechnern nicht mehr.)
- chefkoch.de (Egal nach welchen Rezepten man sucht, fast immer ist chefkoch.de auf den vordersten oder ersten Plätzen. Das deutet einerseits darauf hin, dass man bei chefkoch.de technisch alles richtig gemacht hat, aber auch, dass die Seite wirklich attraktiv ist. Sie bietet tausende von Benutzern erstelle Rezepte, ist übersichtlich und recht Benutzerfreundlich.)
Nochmal die drei wichtigsten Punkte
- Zugänglichkeit (accessessibility) -> gut und einfach erreichbar, behindertengerecht, technisch perfekt, mobiles Internet
- Benutzer- und bedienungsfreundlichkeit (usability) -> bekannte Bedienelemente, verständlich, klar strukturiert
- Attraktive Inhalte (interestingness) -> günstig, informativ, verständlich
Checkliste Technik
Neben der inhaltlichen und konzeptionellen Optimierung, kann man aber trotzdem auch einiges auf der technischen Ebene optimieren. Hauptsächliches Augenmerk sollte man dabei auf folgende Aspekte legen:
- Dem Google-Bot keine Steine in den Weg legen und optimale Zugänglichkeit bieten. (Damit die Site auch komplett erfasst wird)
- Alle Seiten für die Anzeige in den Suchergebnissen optimieren (damit die Benutzer schon auf der Ergebnisseite sehen, um was es auf der Seite geht)
- Die Texte auf der Site schnell erfassbar, auf den Punkt und typografisch, bzw. semantisch korrekt verfassen (das ist Keywordoptimierung durch die Hintertür)
Einzelpunkte zu 1:
- Navigation funktioniert auch ohne Plugins und Javascript
- Mobile, vereinfachte Site anbieten
- Flash und Javascript sinnvoll einsetzen
- Sitemap für die Orientierung von Menschen und für Bots
- Funktionierende dauerhafte Links zu allen Inhalten („Permalinks“)
Einzelpunkte zu 2:
- Sinnvolle Seitentitel und Kurzbeschreibungen (auf allen Seiten)
- Semantisch und technisch korrekte Auszeichnung (zum Beispiel Überschriften mit h1, h2 auszeichnen)
- Alt-Auszeichnungen für alle Bilder, Noscript-Varianten anbieten
Einzelpunkte zu 3:
- Keywordanalyse, Textoptimierung
- Sprechende URLs, sprechende Bilddateinamen
- Microformate anbieten, RSS, XML
Weitere Optimierungen:
- Auflistung in Portalen, Anmeldung bei DMOZ, Google Branchencenter
- In Blogs und Foren aktiv sein oder selbst anbieten
- Links, Links, Links (aber auf die Nachbarschaft achten)
- Monitoring: Bin ich findbar? Wie? Sind alle meine Seiten erfasst? Wenn nein, warum? Wer linkt?
- Suchfunktion anbieten. Am besten eine die so gut funktioniert, wie die von Google.
- Cool URLs never change. Wenn doch: Weiterleiten!
- Doppelte Inhalte ausschliessen (manche Seiten, beispielsweise Übersichtsseiten, nicht erfassen lassen)
10:39 14.09.2009 | Permalink | Felix Schwenzel | Allgemeines | Kommentare[7] | Tags: google schwenzel wikipedia suchmaschinenoptimierung suchmaschinen seo
Das Internet wird 40, sieht noch aus wie 20 und befindet sich derzeit in der Krise.
Das Internet geht aus dem 1969 entstandenen ARPANET hervor und hat sich bis in die 90er entwickelt, bis es letztendlich für eine breitere Masse interessant wurde. Ein Leben ohne Internet ist für viele undenkbar geworden.
Während das Internet nun immer mehr Altersgruppen erschließt (vgl. ARD/ZDF-Online Studie 2009), erfährt es auch immer mehr Beschränkungen (via Felix Schwenzel).
Einen schönen Gesamtüberblick über die Entwicklung des Internet bietet der Artikel "Das Internet wird 40" in der Netzzeitung.
11:37 01.09.2009 | Permalink | Patricia Cammarata | Allgemeines | Kommentare[1] | Tags: internet cammarata
Bereits Ende Mai 2009 veröffentlicht - dafür aber nicht weniger interessant: die ARD/ZDF-Onlinestudie 2009
Nicht ganz so überraschend die Ergebnisse. Das Internet wird mehr genutzt als in den Vorjahren und das Abrufen multimedialer Inhalte wie Videos, Musikdateien, Podcasts und Radiosendungen hat zugenommen. Belustigend weiterhin die Kurve "Internetnutzung im Tagesverlauf", die nahe legt, dass die arbeitende Bevölkerung an den Arbeitsplatz kommt, ein wenig arbeitet und dann bis zur Mittagspause surft. Nach der Arbeit steigt die Kurve wieder rapide an. Wahrscheinlich weil einige ebay-Auktionen ablaufen...
Erfreulich die Entwicklung der Onlinenutzung nach Altersstufen, die zeigt, dass das Internet schon lange nicht mehr ausschließlich von den Altersstufen 20 bis 40 - sondern sowohl von den viel jüngeren (14-19 Jahre) als auch den viel älteren (60+) genutzt wird.
12:27 11.08.2009 | Permalink | Patricia Cammarata | Allgemeines | Kommentare[0] | Tags: user cammarata internet
Telemedial, multimedial, webaffin, web 2.0?
Meine vorherigen Arbeitgeber waren Großkonzerne, in denen es nicht selbstverständlich war Internetanschluss zu haben. Das Mailfach war auf 2 MB begrenzt und der Weg bei Fragen zum Admin lang.
Mit meinem Wechsel zu EsPresto vor 3,5 Jahren hat sich einiges an meiner Arbeitsweise geändert. Die EsPresto AG hat eine offene Firmenkultur, bei der Anregungen aller Mitarbeiter zu allen Themen jederzeit gerne gehört und aufgenommen werden. Zu dieser Firmenkultur passt es auch andere, meinem Empfinden nach, viel effizientere Arbeitsmittel einzusetzen. Dazu gehören für mich unser Chat, unser TagIt und v.a. unser internes Wiki, welches wir als internen Wissensspeicher benutzen. Arbeit ohne Internetanschluss ist undenkbar geworden.
14:11 09.07.2009 | Permalink | Patricia Cammarata | Allgemeines | Kommentare[0] | Tags: tagit tagging web-2.0 wiki twiki cammarata chat confluence


